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    Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    M. stellatarum im Kontext Ökosystem Boden kennenlernen

    Macroglossum stellatarum im Kontext Ökosystem Boden kennenlernen: Ein schülerorientierter Kurstag im Lehr-Lern-Labor

    Autor: Arlina Lage

    Betreuerin: Dr. Sabine Gerstner

    Das Lehr-Lern-Labor der Fachdidaktik Biologie ist ein moderner außerschulischer Lernort, dessen Zweck es nicht nur ist, Schüler mit Naturobjekten und -geschehnissen vertraut zu machen. Der Fokus liegt auf der Ausbildung von Lehramtsstudenten, die Aktionstage für Schüler aller Jahrgangsstufen planen, organisieren, betreuen und letztendlich durchführen. Für den Kurstag zum „Ökosystem Boden“ habe ich eine Klasse eingeladen und aus fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Sicht die Themenbereiche „Boden“ und „Taubenschwänzchen“ den Kindern näher gebracht. In Form von einer Stationsarbeit hatten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, sich mit der Entstehung des Bodens bis zu dessen Gefährdung und Schutzmaßnahmen vertraut zu machen, die Bereiche Bodenschichten und -arten, sowie Bodenlebewesen mit verschiedenen Unterrichtsmitteln und Arbeitsweisen kennen zu lernen. Bei dem Teilbereich der Bodenlebewesen gab es Vertreter mehrere Tierklassen im Original zu sehen, wobei die Klasse der Insekten durch das Taubenschwänzchen repräsentiert wurde. Über diesen Schwärmer erhielten die Lernenden einen tieferen Einblick in dessen Körperbau, seinen Lebensraum, in dem es sich ernährt, entwickelt und vor Feinden schützen muss. Dabei wurden als Unterrichtsmittel hauptsächlich Originale in Form von lebenden Organismen beziehungsweise Naturobjekte gewählt, um Primärerfahrungen zu ermöglichen. Für die Sekundärerfahrungen wurde eine gezielte Auswahl an Medien getroffen, bei der Printmedien, der Tafeleinsatz und auch digitale Medien Verwendung fanden. Diese wurden mit den fachtypischen Arbeitsweisen der Fachdidaktik Biologie kombiniert, welche in vereinfachter Form angewendet wurden. So kamen nicht nur die einfachste Form des Betrachten und Beobachtens, sondern auch die schwierigere Form des Untersuchens vor. Selbst die Königsdisziplin des Experimentierens wurde in einer zugänglicheren Form eines Schulversuchs durchgeführt. Mithilfe dieser Unterrichtsmittel und Arbeitsweisen konnten vor allem das didaktische Prinzip der Selbsttätigkeit und der originalen Naturbegegnung im Kontext des Biologieunterrichts, verwirklicht werden. Ohne die didaktische Reduktion des umfangreichen Themas, wäre es auch nicht möglich gewesen, das Prinzip der Anschaulichkeit zu wahren. Im Hinblick auf diese Gesichtspunkte habe ich zudem eine didaktische Begründung zur Stationsarbeit durchgeführt und die Vor- und Nachteile eines Schülerlabors als außerschulischen Lernort beleuchtet. Als Kriterium habe ich hierfür den Bewertungsbogen der Schüler integriert, um so einen Ausblick auf künftig folgende Kurstage zu geben, die nach dem gleichen Prinzip gestaltet werden könnten.