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    Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Wissenschaftskommunikation in der bayerischen Realschule anhand exemplarischen Arbeitens am Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

    Wissenschaftskommunikation in der bayerischen Realschule anhand exemplarischen Arbeitens am Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

    Autor: Miriam Wagner

    Betreuerin: Dr. Sabine Gerstner

    Das in dieser Arbeit vorgestellte Projekt wurde entwickelt, um mit Schülern der 6. Klasse Realschule einen Tag im Lehr-Lern-Labor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zum Thema „Entdecke den Kolibri der Schmetterlinge“ zu gestalten. Hierbei sollte den Schülern an verschiedensten Stationen viel über das Leben des Taubenschwänzchens und die Bedeutung der Bestäubung für Mensch und Umwelt sowie den Aufbau des Ökosystems Wiese beigebracht werden. Auch die Bedeutung von Naturschutz und Naturschutzmaßnahmen sowie der Aspekt der Biodiversität wurden an mehreren Stationen vermittelt.  Diese Arbeit bezieht sich jedoch lediglich auf das Leben des Taubenschwänzchens sowie die Bedeutung der Bestäubung. Die anderen Thematiken wurden in einer weiteren Zulassungsarbeit erarbeitet. Der Projekttag wurde zusammen mit der ganzen Klasse durch eine kurze Einleitung begonnen, in welcher mithilfe der App „Plickers“ nochmals die wichtigsten Insektenmerkmale wiederholt wurden und die Art des Taubenschwänzchens vorgestellt wurde. Nach einer kurzen Laboreinführung wurde die Klasse in verschiedene Gruppen eingeteilt.

    Zusammen mit Betreuern wurden die genannten Themen an jeder Station im Unterrichtsgespräch von den Schülern erarbeitet und in einem eigenen Forscherheft festgehalten. Hierbei waren die zu erarbeiteten Themen zwar wie Stationen aufgebaut und danach benannt, jedoch handelte sich aber nicht um Lernen an Stationen, da die Themen im Gespräch und nicht komplett selbstständig erarbeitet wurden. Gearbeitet wurde hierbei schülerorientiert und mithilfe echter Exemplare, Modelle und Videos sowie mithilfe von Frau Dr. Anna Stöckl, die wissenschaftlich an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit den Taubenschwänzchen arbeitet. Alle genutzten Videos sowie das selbsterstellte Expertenvideo sind auf einem Stick angeführt. Weiterhin wurden auch die wissenschaftlichen Erkenntnismethoden der Biologiedidaktik erläutert und eingeübt. Die echten Exemplare stammten teilweise aus der Verhaltensforschung der Zoologie von Frau Dr. Stöckl sowie aus der eigenen Zucht von Taubenschwänzchen, die vor dem Projekt begonnen wurde. Zum Schluss der der Lehreinheit wurden alle Stationen im Unterrichtsgespräch in der ganzen Klasse wiederholt. Ziel des Projekts war es, exemplarisch am Taubenschwänzchen den Aufbau und die Bedeutung von Schmetterlingen sowie von Insekten allgemein zu vermitteln, die Biodiversität des Ökosystems Wiese aufzugreifen und dadurch eine verantwortlichere nachhaltig wirkende Haltung der Schüler gegenüber dem Thema Umweltschutz zu erreichen.

    Im Folgenden werden sowohl die Inhalte der drei Stationen 1, 2 und 6 als auch die didaktischen Ziele, die erreicht werden sollten, genauer erläutert. Station 6 wird hierbei auch als Zusatzstation bezeichnet, da diese ursprünglich als Zusatz bzw. Puffer geplant war. Während des Projekttages wurde sie jedoch mit eingebunden und von jeder Gruppe erarbeitet. Weiterhin werden die Stationen genau aufgeführt sowie die angewandten Materialien und Methoden. Die Vorteile des Lehr-Lern-Labors und die naturwissenschaftlichen Erkenntnismethoden des Biologieunterrichts werden ebenso genannt wie der Lehrplanbezug und die geschulten Kompetenzen sowie Wagenscheins Exemplaritätsprinzip.

    Auch angeführt wird eine Diskussion über den gehaltenen Projekttag, die auf ausgefüllten Feedbackbögen von Schülern und Betreuern der Stationen beruht. Zuletzt erfolgt eine Diskussion der Lehreinheit bezüglich Verbesserungsvorschläge.