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    Fakultät für Biologie

    Internationale Vernetzung bei den Biologen

    23.05.2017

    30 Teilnehmer aus 25 Ländern haben an der Summer School des Zentrums für Rechnergestützte und theoretische Biologie der Universität Würzburg teilgenommen. Das Thema „Räumlich-explizite Modellierung ökologischer Systeme“ stieß auf sehr großes Interesse.

    Teilnehmer der Summer School

    30 Teilnehmer aus 25 Ländern behandelten die räumlich-explizite Modellierung ökologischer Systeme. Die Organisatoren und Sprecher (erste Reihe von links nach rechts): Arthur Korte, Marleen Cobben, Franziska Matthäus, Juliano Sarmento Cabral, Thomas Hovestadt, Alexander Kubisch. (Foto: Judith Küfner)

    Die Initiatoren der diesjährigen Summer School, Professor Juliano Sarmento Cabral vom Zentrum für Rechnergestützte und theoretische Biologie (CCTB) und Professorin Franziska Matthäus (FIAS Frankfurt), waren begeistert von dem großen Interesse für ihr Thema: fast 200 Nachwuchswissenschaftler aus 53 Ländern hatten sich beworben, um an den Vorlesungen und Übungen mit abschließendem Symposium und international angesehenen Wissenschaftlern teilzunehmen.

    Die Bedeutung der Ökosysteme

    Bei der Summer School Anfang Mai drehte sich alles um ökologische Systeme und deren räumlich-explizite Modellierung, „Spatially-Explicit Modeling of Ecological Systems“. Warum das Thema so wichtig ist? „Ökosysteme sind durch ihre zahlreichen Komponenten, wie Individuen, Populationen, Arten oder Artgesellschaften sehr vielfältig. Hinzu kommen die Interaktionen, Beeinflussungen durch Klimaveränderungen und Landnutzung“, erklärt Juliano Sarmente Cabral. Er ist Juniorprofessor an der Fakultät für Biologie an der Universität Würzburg.

    Zusätzliche Komplexität ergibt sich durch räumliche Prozesse. Aber auch neue Möglichkeiten: Durch die zunehmende Digitalisierung, die Entwicklung neuartiger Messmethoden und die Vernetzung der gesammelten Daten können Wissenschaftler diese komplexen Systeme mit Hilfe mathematischer Modelle verstehen. Die Prozesse können dadurch auf Basis der vorhandenen Daten beschrieben werden. Dadurch besteht die Möglichkeit Voraussagen zu treffen.

    Dafür sind spezielle Kenntnisse in der Verarbeitung der Daten, sowie der mathematischen Modellierung notwendig. „Wichtig ist dabei die internationale Zusammenarbeit, da die Problematik und die Konsequenzen des Klimawandels global sind“, so der Juniorprofessor.

    Förderung der internationalen Kooperation

    Bei der Auswahl der Teilnehmer habe man bewusst darauf geachtet, möglichst viele Nationalitäten einzubeziehen. Insbesondere Studierende aus Entwicklungsländern. „Dort sind die Konsequenzen des menschlichen Einflusses auf das globale Ökosystem besonders dramatisch“, weiß der Biologe.

    Neben der Wissensvermittlung legten die Veranstalter viel Wert auf die Gemeinschaft. Deswegen wurden die Teilnehmer als Gruppe in einem hiesigen Hostel untergebracht: Um sich beim Frühstück auch privat besser kennenzulernen, wie es von den Verantwortlichen hieß. „Nicht ohne Hintergedanken“, sagt Sarmento Cabral. Durch die intensive gemeinsame Zeit erhoffe man sich, dass die Teilnehmer einmal Kooperationen gründen werden und später vielleicht zusammenarbeiten.

    Vorlesungen, Übungen und Symposium

    Bereits zum dritten Mal veranstaltete das CCTB eine Summer School zum Thema Theoretische Biologie. Seit 2016 existiert das Zentrum der Fakultät für Biologie, welches seine Räume am Campus Nord hat. Vier Juniorprofessoren wurden dazu im Jahr 2015 berufen, um sich mit der Einführung von Konzepten und Techniken zur rechnergestützten und theoretischen Biologie zu beschäftigen.

    Am letzten Tag der Summer School fand ein öffentliches Symposium statt: Teilnehmer und Interessierte diskutierten Themen der aktuellen Forschung. Dozenten, Wissenschaftler der Universität Würzburg und Teilnehmer, die bereits an eigenen wissenschaftlichen Projekten arbeiten, präsentierten ihre Arbeiten.

    Vernetzung internationaler Wissenschaftler

    Mit der Summer School hoffen die Veranstalter, die internationale Kooperation zu verstärken und auf das wichtige Thema „Ökosysteme“ aufmerksam zu machen. Letztendlich soll aber auch die Würzburger Universität profitieren: Viele der Teilnehmer sind Studenten im Bachelor- oder Masterlevel – ist die Sommerschule erfolgreich, werden vielleicht einige der Teilnehmer als Doktoranden nach Würzburg zurückkehren.

    Anmeldung für die Summer School im September

    Derzeit können sich interessierte Nachwuchswissenschaftler für die nächste Summer School bewerben: vom 18. bis 22. September 2017 findet am CCTB die nächste Veranstaltungsreihe zum Thema “Bildverarbeitung und Modellierung komplexer biologischer Dynamik” statt.

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